Musik, Literatur und vieles mehr gibt es von 2. Juli bis 2. August in Villach, Ossiach und Klagenfurt. Der Carinthische Sommer 2026 ist der dritte unter der Intendanz von Nadja Kayali. Das Festival lädt zur Begegnung und zum gemeinsamen Erleben großer künstlerischer Vielfalt ein. Es ermutigt zur Neugier auf Ungewohntes, macht hörbar, wie nahe sich scheinbar ferne Welten sein können und richtet den Blick auf das Verbindende. Sollten Sie bereits einige Wochen vor unserer im September stattfindenden Weltbundtagung 2026 in Klagenfurt vor Ort sein, bietet der Carinthische Sommer ein wunderbares Programm zum sommerlichen Erleben Kärntens.

© Marta Gillner | Carinthischer Sommer

„Wir schlagen nicht nur Brücken zwischen West und Ost, sondern auch zwischen Generationen und Genres“, erläutert Intendantin Nadja Kayali. „Wir begrüßen Weltstars und Publikumslieblinge bei uns und bieten zugleich jungen Talenten und mutigen Uraufführungen zeitgenössischer Komponist:innen eine Bühne. So entsteht ein Sommerfestival, das verbindet. Musik, Literatur und Gespräche
eröffnen Perspektiven, lassen uns über den eigenen Horizont hinausschauen und zugleich bei uns
selbst ankommen.“

Dieses Wechselspiel zeigt sich in besonderer Weise bei den beiden FESTIVALARTISTS, die für 2026 eingeladen wurden: Anna Anderluh, außergewöhnliche Singer-Songwriterin aus Kärnten, deren Kunst weit hinaus in die Welt blickt, und Golnar Shahyar, kanadisch-iranische Sängerin, Komponistin und Künstlerin, die mit ihrer Musik seit Jahren Brücken zwischen Kulturen schlägt. Weitere Musikerinnen und Musiker aus aller Welt werden nach Kärnten kommen und zum Teil selten gehörte Instrumente samt deren Klangwelten mitbringen, wie etwa die chinesische Mundorgel Sheng, die afrikanische Harfenart Kora, die arabische Zither Kanun und das europäische barocke Salterio.

Golnar Shahyar, FESTIVALARTIST

Die iranisch-kanadische Musikerin Golnar Shahyar lebt seit 2008 in Wien. Sie schöpft ihre Inspiration aus vielfältigen Musikkulturen und Sprachen. Als Vokalkünstlerin der europäischen zeitgenössischen und improvisierten Musik hat sie sich ebenso einen Namen gemacht wie als Komponistin und Produzentin eigener Werke sowie in der Zusammenarbeit mit Tanz-, Theater- und Opernproduktionen. Mit ihrer künstlerischen Arbeit und ihrem gesellschaftlichen Engagement setzt sie sich für die Rechte der Frauen ein und bezieht Stellung gegen Unterdrückung und Krieg.

Musikerin Golnar Shahyar © Ina Aydogan | Carinthischer Sommer

Anna Anderluh, FESTIVALARTIST

Die aus Klagenfurt stammende Sängerin Anna Anderluh begeisterte bereits beim Ö1 Kulturpicknick 2024 und bei Drumherumhören 2025 das Publikum des Carinthischen Sommers. Ihre Lieder und Kompositionen sind ein einfühlsames Zusammenspiel aus kritischen, poetischen Texten und tief berührenden Melodien. Sie begleitet ihren Gesang mit der Auto-Harp, einer Kastenzither, die vor allem in der amerikanischen Folk- und Country-Musik zu Hause ist.

Sängerin Anna Anderluh © Johannes Puch | Carinthischer Sommer

Mit Tara Meister hat der Carinthische Sommer erstmal eine FESTIVALSCHREIBERIN, die diese Aufgabe als Preis beim Bachmann-Wettbewerb 2025 zuerkannt bekommen hat. Damit verbunden war eine Einladung, für das Festival im Sommer 2026 an einem neuen Text zu arbeiten. Tara Meister, in Kärnten aufgewachsen, verbindet ihre Liebe zur Sprache mit ihrer Tätigkeit als Ärztin. Ihre Texte zwischen Prosa, Spoken Word und Dramatik bestechen durch Poesie, einfühlsame Atmosphäre und Empfindsamkeit.

Poetin, Literatin, Ärztin Tara Meister © Christiane Gundlach | Carinthischer Sommer

Eine wesentliche künstlerische Stütze im Festivalprogramm bildet seit drei Jahren das ORF Radio Symphonieorchester Wien als FESTIVALORCHESTER. Auch dieser renommierte Klangkörper widmet sich heuer in seinen beiden Konzerten dem Brückenschlag zwischen Ost und West und spielt zwei österreichischen Erstaufführungen von Charles Koechlin sowie Bernd Richard Deutsch.

Erstmals begrüßt das Festival die Weltstar-Geigerin Hilary Hahn, die mit dem international gefeierten Dirigenten Omer Meir Wellber und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen musizieren wird. Das krönende Finale bestreitet heuer die international gefragte Camerata Salzburg unter der Leitung von Antonello Manacorda. Der Mandolinenvirtuose Avi Avital wird gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel die Bandbreite seines Instruments und seines Repertoires präsentieren.

ORF Radio Symphonieorchester © Marta Gillner | Carinthischer Sommer

Mehrere Uraufführungen stehen auf dem Programm: Musikalische Werke von Johannes Maria Staud, Tamara Friebel, Wolfgang Suppan, Aziza Sadikova, Gerd Kühr, Sarvenaz Safari und Elisabeth Naske werden aus der Taufe gehoben. Neue, vom Carinthischen Sommer beauftragte Texte werden in den beliebten Morgenkonzerten vorgestellt. Sie stammen von Tara Meister, Tanja Maljartschuk, Nava Ebrahimi, Ljuba Arnautović, Ana Marwan, Vladimir Vertlib, Omar Khir Alanam und Susanne Gregor. Heuer kreisen sie thematisch um den Gedanken des Miteinanders, das Nadja Kayali persönlich wie künstlerisch sehr am Herzen liegt. „Das zeichnet den Carinthischen Sommer aus: die besondere Verbundenheit zwischen Künstler:innen, Publikum und Team“, wie die Intendantin das Festival beschreibt.

Ein außergewöhnlicher Briefwechsel steht im Mittelpunkt einer Lesung anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann, den diese heuer gefeiert hätte. Maria Köstlinger und Juergen Maurer tragen Auszüge aus dem Briefwechsel zwischen Bachmann und Paul Celan vor. Für dieses Projekt kooperiert der Carinthische Sommer erstmals mit dem Theater in der Josefstadt, das diese Lesung unter ihrer designierten Intendantin Marie Rötzer in ihren Spielplan übernehmen wird.

Die Einladung des Carinthischen Sommers, beweglich zu bleiben, erstreckt sich auch heuer nicht nur auf geistige Flexibilität und Offenheit, sondern gleichermaßen auf den Körper: In Musikwanderungen lässt sich trefflich das äußere Gehen mit dem inneren als Weg zu sich selbst verbinden und in Stadtspaziergängen Villach neu entdecken. Das kärnten.museum einmal ganz anders zu erleben, als Raum für Musik und Literatur, dazu lädt das Projekt Klang.Raum.Museum. Außerdem gibt es heuer eine Disco – in der ein Kammerorchester spielt: das treppenhausorchester aus Hannover. Die ganze Stadt wird Bühne: Villach klingt heißt es am 18. Juli, wenn sich zwischen Plätzen und Gassen, in Innenräumen, Schaufenstern und unter freiem Himmel ein buntes Programm an Musik, Literatur und Stadtspaziergänge entfaltet – Eintritt frei. Gemeinsam die Welt der Musik entdecken können Kinder im Volksschulalter bereits zum dritten Mal im Kinder.Musik.Labor., einem einwöchigen Workshop, dessen Ergebnis die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen von Villach klingt vorstellen.

Das detaillierte Programmbuch zum Festival finden Sie hier: Carinthischer Sommer – Programm

Informationen zum Shuttle-Service sind ab Juni 2026 auf der Website www.carinthischersommer.at
verfügbar.

Quelle: CARINTHISCHER SOMMER Festival GmbH

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