Christine Lavant, Foto: goodreads

Der Christine Lavant Preis 2021 geht an die österreichische Schriftstellerin Maja Haderlap. Das gab die Internationale Christine Lavant Gesellschaft mit Sitz in Wien bekannt. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis für Lyrik und Prosa wurde am 3. Oktober im Radio Kulturhaus in Wien vergeben.

Der Christine Lavant Preis wurde von der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft 2016 ins Leben gerufen, um an die Dichterin und ihr großartiges Werk zu erinnern. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis für Lyrik und Prosa würdigt Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in ihrem literarischen Schaffen – so wie auch Christine Lavant – einen hohen ästhetischen Anspruch mit humaner Haltung und gesellschaftskritischem Blick vereinen. 

Maja Haderlap, Foto: wikipedia

„Das Werk der Autorin Maja Haderlap überzeugt durch poetische Kraft, ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein und einen authentischen Erzählton“, so Klemens Renoldner, der die Laudatio auf die Preisträgerin gehalten hat, zur Begründung der Jury. „In vier Gedichtbänden, einem Roman, in Essays, Aufsätzen und Reden umkreist die Autorin Themen wie Grenze, Heimatverlust, Fremdheit und Fremdwerden, erzählt von Sprachverlust und der Suche nach einer neuen Sprache, damit auch von der Vision einer neuen, humanen Ordnung.“ Im Zentrum stehe dabei ihr Roman „Engel des Vergessens“ (2011), der die Geschichte einer slowenisch-kärntnerischen Familie erzählt.

Haderlap wurde 1961 in Eisenkappel (Kärnten) geboren. Nach ihrer Promotion arbeitete sie als Dramaturgieassistentin, Programmlektorin und als Lehrbeauftragte am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Als Autorin und Redakteurin gab sie drei Jahre lang die Literaturzeitschrift „Mladje“ heraus und arbeitete danach 15 Jahre als Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. Haderlap veröffentlichte auf Slowenisch und Deutsch Gedichte und Essays sowie Übersetzungen aus dem Slowenischen. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählen u.a. der Ingeborg-Bachmann-Preis (2011), der Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (2011), der Rauriser Literaturpreis (2012) und der Österreichische Kunstpreis für Literatur (2019). Eine Bühnenfassung ihres Romans „Engel des Vergessens“ wurde 2015 in einer Inszenierung von Georg Schmiedleitner am Akademietheater in Wien uraufgeführt.

Quellen:

APA

ORF

Die Furche

Vorarlberg.at

Internationale Christine Lavant Gesellschaft:  www.christine-lavant.com

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