Die Organistoren sind optimistisch und rechnen fest damit, dass sich alle im August, nach zwei Jahren der Online- und Hybrid-Konferenzen, persönlich und vor Ort in Alpbach treffen können. Mit ihrem neuen Konzept wollen sie der Gründungsidee des Forum Alpbach gerecht werden: generationenübergreifend die Stärkung Europas voranzutreiben.

Ehemaliger Vizekanzler und ÖVP-Chef Busek verstorben

Das Europäische Forum Alpbach (EFA) trauert um seinen Ehrenpräsidenten Dr. Erhard Busek welcher am 13. März 2022 unvorhergesehen, wenige Tage vor seinem 81. Geburtstag, verstorben ist. Er war ÖVP – Generalsekretär, Bundesparteiobmann, Wiener Vizebürgermeister, Wissenschaftsminister und Vizekanzler.

Busek war von 2000 bis 2012 Präsident des Europäischen Forums Alpbach und in weiterer Folge dessen Ehrenpräsident. Während seiner Zeit als EFA-Präsident war er maßgeblich für die Modernisierung, Internationalisierung sowie Verjüngung des Forums verantwortlich. In seinen Kinder- und Jugendjahren hatte er bereits einige Sommer im Tiroler Dorf der Denker verbracht und verband daher schon lange vor seiner Tätigkeit für das EFA eine besonders innige Beziehung mit Alpbach.

Als glühender Europäer mit politischer Weitsicht und als großer Visionär hat er vor allem den jungen Menschen im Europäischen Forum Alpbach einen größeren Stellenwert eingeräumt. Unter seiner Federführung wurde das Forum Alpbach Netzwerk (FAN) aufgebaut und das Stipendienprogramm deutlich vergrößert sowie internationalisiert. Er galt als ein starker „Promoter“ des Europäischen Forums Alpbach auf dem internationalen Parkett, zudem war er maßgeblich daran beteiligt, das Netzwerk auch auf dem Balkan zu etablieren.

Die ersten Club-Neugründungen fanden mit Buseks Unterstützung in Innsbruck, Brüssel und Wien statt, mittlerweile umfasst das Netzwerk mehr als 30 Clubs in mehr als 20 Ländern. Die massive Aufstockung des Stipendienprogramms auf mehrere hundert Stipendiat*innen zählt ebenfalls zu seinen wichtigsten Errungenschaften beim EFA. Unter seiner Ägide wurde das Antlitz des Europäischen Forums Alpbach wesentlich verändert, die jungen Menschen erhielten eine viel aktivere Rolle. Busek selbst hat zeitlebens nie den Glauben an die Jugend und an deren Beitrag für ein gestärktes und vereintes Europa verloren.

Die Termine sind fixiert: Während der Tiroltag am 21. August den regionalen Auftakt bildet, findet die offizielle Eröffnung des Forums am Montag, 22. August statt, und das Closing am Freitag, 2. September bildet das Finale des Events.

In diesem Jahr wird sich die Programmstruktur der Veranstaltung ändern: Statt der bisherigen Trennung in einzelne Teile, wie zum Beispiel die Wirtschafts-/Politik-/Gesundheitsgespräche, werden die großen Herausforderungen Europas künftig bereichsübergreifend und interdisziplinär an allen Tagen gleichmäßig im Programm verteilt diskutiert – entlang der vier thematischen Tracks The Climate Opportunity, Securing Europe’s Future in a Globalised World und The Financing of Europe’s Future sowie, heuer neu, The Future of Democracy and the Rule of Law in Europe.

Erste Woche – Confrence Week

©Laurent Ziegler

Die beiden Wochen, von 21. August bis 2. September, werden sich wie folgt unterscheiden: In der ersten, der sogenannten Conference Week, wird es neben einem vielfältigen Angebot an kompakten Formaten wie Vorträgen, Plenarveranstaltungen, Workshops und Wanderungen selbstverständlich auch viele Möglichkeiten zum Netzwerken und zum Austausch geben. Der Fokus auf Agenda Setting und Business Networking ist gerade für Menschen aus der DACH-Region spannend. Neben der Konferenzsprache Englisch können auch einzelne Formate in Deutsch stattfinden. Insidertipp: Wer dieses breitgefächerte Angebot schätzt, ist von Montag (22.) bis Donnerstag (25. August) am besten bedient. Technologie-Fans kommen dann beim Tech-Schwerpunkt Donnerstag bis Samstag auf ihre Kosten.

©Maria Noisternig

Zweite Woche – Kleinere Gruppen

In der zweiten Woche gehen sie in der Lab Week in die Tiefe. In kleineren Gruppen, international besetzt und mit innovativen Formaten, tauchen wir in die großen Fragestellungen ein, die wir in der ersten Woche angerissen haben. Im Rahmen mehrtägiger Retreats arbeiten wir mit internationalen Stakeholdern an ausgewählten Themen und erarbeiten Ideen und Lösungen für Europas Zukunft. Offene Kreativformate bieten die Möglichkeit zum Austausch, Plenarveranstaltungen runden das Tagesprogramm ab. Empfehlung: Nehmen Sie sich drei Tage Zeit! (Sonntag bis Dienstag oder Mittwoch bis Freitag)

Stipendiaten – Programm eingebettet

Änderungen ergeben sich auch für die Stipendiatinnen und Stipendiaten. Um sie und ihre Perspektiven stärker in das Gesamtprogramm einzubinden, werden die „Alpbach Seminars“ (früher Seminarwoche) in das Programm des gesamten 14-tägigen Events eingebettet. Auch damit will man der Gründungsidee des Forums nachkommen: im Dialog zwischen den Generationen Europa zu stärken. Hier finden Sie alle weiteren Informationen zu dem diesjährigen Scholarship Programm. Die Anmeldungsfrist endet am 31. März 2022.

Über das EFA

©Matteo Vegetti

Das Europäische Forum Alpbach (EFA) ist eine Plattform, die Ideen für ein gestärktes und demokratisches Europa vorantreibt. Es bringt junge Menschen, führende Gelehrte, Denker, Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger, Geschäftsleute und zivilgesellschaftliche Akteure aus Europa und aus der ganzen Welt zusammen, um sich zu engagieren und zu seiner Mission beizutragen, ein stärkeres Europa zu gestalten.

Geschichte

Das erste Europäische Forum Alpbach fand im Jahr 1945 als „Internationale Hochschulwochen“ statt. Im Jahr 1948 wurde es als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien gegründet und agiert seither unabhängig jegliche ideologischen, religiösen und politischen Einstellungen. Anschauungen, Religionen und politischen Einstellungen. Unzählige Freiwillige arbeiten gemeinsam mit dem Organisationsteam daran das EFA als eines der wichtigsten interdisziplinären Dialogplattformen Europas für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur weiterzuentwickeln.

Quellen:

https://www.alpbach.org/de/ueber-uns/wer-wir-sind/netzwerk/

https://www.meinbezirk.at/kufstein/c-wirtschaft/forum-alpbach-geht-2022-mit-neuem-konzept-an-den-start_a5196544

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