Wien ist offiziell Gastgeberstadt des Eurovision Song Contest 2026 und wird im 70. Jubiläumsjahr erneut zur Bühne für Europas größtes Musikereignis. Unter dem bewehrten Motto „United by Music“ startet der ESC am 11. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle – das Finale steigt am 16. Mai. Bereits zum dritten Mal nach 1967 und 2015 richtet Wien den Song Contest aus und bringt dafür umfassende Erfahrung als internationale Eventstadt, eine ausgebaute Infrastruktur sowie große Beherbergungskapazitäten mit. Für Österreich tritt der 19-jährige Sänger COSMÓ mit seiner Deutsch-Pop Nummer „TANZSCHEIN“ an.

Die Wiener Stadthalle im ESC-Look (2015) nachdem Conchita Wurst 2014 den ESC für Österreich gewonnen hatte | © Bilderagentur Zolles KG/Christian Hofer

Die ESC-Orte in Wien

Ein zentraler Treffpunkt für Fans, Besucherinnen und Besucher wird das Eurovision Village am Wiener Rathausplatz sein. Es öffnet von 10. bis 17. Mai täglich und startet mit der Opening Ceremony samt Türkisem Teppich, bei der sich alle Länder-Delegationen der Öffentlichkeit präsentieren. Zu den Fixpunkten zählen die Live-Übertragungen der beiden Halbfinale am 12. und 14. Mai sowie des Finales am 16. Mai. Der Eintritt im Eurovision Village ist kostenlos, ergänzt wird das Programm durch Live-Acts, DJs, eine Lichtinszenierung des Rathauses und ein gastronomisches Angebot mit zehn Ständen.

Austragungsort der Shows ist erneut die Wiener Stadthalle, die sich bereits 2015 bewährt hat und Platz für bis zu 16.000 Musikenthusiasten bietet. Moderiert werden alle Shows von Moderatorin Victoria Swarovski und Schauspieler Michael Ostrowski. Der ORF setzt bei der gesamten Umsetzung auf Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und breite Beteiligung, unter anderem durch den Einsatz von Freiwilligen und einen nationalen Vorentscheid zur Entscheidung des österreichischen Acts beim ESC unter dem Titel „Vienna Calling“.

Wiener Stadthalle Areal | © Wiener Stadthalle | AI Enhanced

COSMÓ mit „TANZSCHEIN“ beim ESC

Zwölf Musik-Acts waren im ORF-Vorentscheid „Vienna Calling“ im Rennen und rankten sich künstlerisch mit kreativen Performances um das begehrte Ticket zum Song Contest. Am 20. Februar stand dann fest: COSMÓ vertritt Österreich beim ESC – Publikum und Jury konnte er mit seinem Lied „TANZSCHEIN“ für sich überzeugen. Der 19-jährige Burgenländer und gebürtige Ungar erklärte, „ich habe den Song eigentlich für meine Mama geschrieben, weil sie gerne mehr tanzen möchte. Wir haben auch schon das ein oder andere Mal gemeinsam in der Küche dazu getanzt, bevor ich den Song für ‚Vienna Calling‘ eingereicht habe. Von daher möchte ich für meine Mama antreten und beim ESC gewinnen. Tanzen ist eine internationale Sprache, da kann jede und jeder in jeder Form mitmachen. Mit dem Tanzen möchte ich die Menschen zusammenbringen – genauso wie das ESC- Motto ‚United by Music‘.“

COSMÓS Künstlername stehe für seine Weltoffenheit und seine Faszination für das Universum. Er spielt Gitarre und Klavier und nimmt Gesangsunterricht bei einer Opernsängerin aus Graz. 2022 erreichte er das Finale der Talentshow „The Voice Kids“. Im selben Jahr gründete er die Band „The Thumbs“ für Live-Auftritte und Studioaufnahmen. COSMÓ hat bereits auf Clubs, Bällen und als Warm-Up bei der „Starnacht am Neusiedlersee“, in Graz sowie im Gasometer zusammen mit seinem Coach Alvaro Soler performt. Beim ESC möchte er das Publikum mit seiner Musik zum Tanzen bringen, inspirieren und Liebe verbreiten.

Bewährter Designer baut Wiener ESC-Bühne

Das Bühnendesign für den ESC in Wien wurde unter dem Motto „United by Music – (In) the Heart of Europe“ vorgestellt. Verantwortlich ist der deutsche Designer Florian Wieder, der vertraute ESC-Elemente mit neuen, an die Wiener Secession erinnernden Formen kombiniert. Im Zentrum der Bühne steht eine gebogene LED-Fläche in Form eines weißen Blatts als Symbol für Neubeginn und Vielgestaltigkeit, ergänzt durch einen geschwungenen Resonanzbogen, der Emotion und Wiener Charme darstellen soll. Spezialkameras sollen einen cineastischen Look erzeugen, und für Licht, Musik und Show ist ein internationales Team verantwortlich. ORF-Generaldirektor Roland Weißmann und Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz lobten das Design als „atemberaubend“ und passend für ein hochwertiges TV-Unterhaltungsevent.

Wie schon hier 2015 kommt das Bühnendesign für den ESC 2026 von Designer Florian Wieder | © Christian Fürthner / PID

Trotz der Abmeldungen durch die Rundfunkpartner mehrerer Länder (u. a. Spanien, Irland und Niederlande) aus Protest über die Teilnahme Israels, sieht man mit 35 Teilnehmern eine starke Beteiligung und betonte die respektvolle Diskussion innerhalb der European Broadcasting Union. Finanzielle Fragen seien „im grünen Bereich“, und der ORF wolle journalistische Verantwortung wahrnehmen, ohne kleinere Proteste überzubewerten. Gleichzeitig wurde auf Ticketregistrierung, Volunteer-Anmeldungen und umweltfreundliche „Green Event“-Zertifizierungen hingewiesen.

Der ESC 2026 ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Wien und Österreich. Laut einer Studie von EcoAustria werden rund 88.000 zusätzliche Gäste erwartet, die einen Nachfrageimpuls von etwa 57 Millionen Euro auslösen könnten. Die geschätzte Wertschöpfung liegt bei rund 52 Millionen Euro, wobei jeder investierte öffentliche Euro 1,70 Euro an Wertschöpfung generiert. Zusätzlich entsteht ein erheblicher internationaler Image- und Medienwert, der auf rund 730 Millionen Euro beziffert wird.

Der symbolische Auftakt auf dem Weg zum ESC 2026 erfolgte im Jänner im Wiener Rathaus mit der Staffelübergabe von der vorjährigen Schweizer Gastgeberstadt Basel an Wien. Dabei überreichte der Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, Conradin Cramer, gemeinsam mit einer Basler Fasnachtsgilde eine traditionelle Fasnachtslaterne an Bürgermeister Michael Ludwig. Die Übergabe stand im Zeichen von Gemeinschaft, Kreativität und Weltoffenheit – Werte, die sowohl die Basler Fasnacht als auch den Eurovision Song Contest prägen.

Eine Delegation aus Basel beim Wiener Bürgermeister Michael Ludwig | © Kanton Basel-Stadt

Quellen: Eurovision Song Contest 2026 in Wien – wien.info | 70. Song Contest in Wien – Stadt Wien | Aktuelle Updates zum 70. Eurovision Song Contest in Wien – Stadt Wien | ESC-Paukenschlag: Michi Ostrowski moderiert den Song Contest | Eurovision Song Contest 2026 in Wien – Stadt Wien | Song Contest 2026: Wie man vielleicht doch noch an ein Ticket kommt – Webmix – derStandard.at › Web | Song Contest 2026: Victoria Swarovski und Michael Ostrowski moderieren den ESC | „Heart of Europe“: Bühne für den Song Contest präsentiert – news.ORF.at | COSMÓ geht für Österreich ins ESC-Rennen 2026 – der.ORF.at

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