
Angesichts der aktuellen Lage in Venezuela hat das österreichische Außenministerium einen Krisenstab eingerichtet und eine Reisewarnung für das gesamte Land ausgesprochen.
Rund 750 Österreicherinnen und Österreicher sind vor Ort betroffen. Das Außenministerium steht mit ihnen in Kontakt und ruft dazu auf, die Sicherheitshinweise aufmerksam zu beachten.
Zum ORF-Bericht:
Außenministerium richtete Venezuela-Krisenstab ein
3. Jänner 2026, 14.43 Uhr
Das Außenministerium hat angesichts der US-Angriffe auf Venezuela einen Krisenstab mit Fokus auf die Sicherheit österreichischer Staatsangehöriger eingerichtet.
Wie das Außenministerium in Wien gestern via X mitteilte, gilt für ganz Venezuela mittlerweile eine Reisewarnung. Österreicher und Österreicherinnen in Venezuela wurden aufgefordert, sich auf Reiseregistrierung.at zu registrieren.
Angesichts der Entwicklungen in Venezuela hat das BMEIA einen Krisenstab mit Fokus auf die Sicherheit österreichischer Staatsangehöriger eingerichtet. Für das gesamte Land gilt eine Reisewarnung!
Kontakt für alle ö. Staatsbürger in Venezuela: https://t.co/Uvm8hcd2EO | ÖB Bogotá
— MFA Austria (@MFA_Austria) 3. Januar 2026
750 Auslandsösterreicher in Venezuela
Laut Außenministerium leben in Venezuela 750 Auslandsösterreicher, außerdem halte sich „eine Handvoll“ reiseregistrierter Österreicher in dem Land auf. Diese wurden vom Außenministerium kontaktiert.
Meinl-Reisinger: Weitere Eskalation zu verhindern
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) warnte vor einer weiteren Zuspitzung. „Entscheidend ist nun, eine weitere Eskalation zu verhindern und das Völkerrecht zu wahren“, schrieb Meinl-Reisinger auf der Plattform X. „Wir rufen daher alle Beteiligten zu Zurückhaltung auf, um weiteres Leid zu vermeiden.“
Österreich werde sich gemeinsam mit seinen EU-Partnern weiterhin für eine friedliche, demokratische Lösung in Venezuela auf Grundlage der Charta der Vereinten Nationen einsetzen, sagte die Außenministerin. „Die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher hat für mich oberste Priorität“, so Meinl-Reisinger, die dringend von Reisen nach Venezuela abriet.
Gewessler: Angriff „darf nicht ohne Konsequenzen bleiben“
Grünen-Chefin Leonore Gewessler verurteilte den Angriff der USA auf Venezuela. „Dieser Angriff ist ein klarer Bruch des Völkerrechts und darf nicht ohne Konsequenzen bleiben“, schrieb Gewessler auf sozialen Netzwerken. Für Europa sei das „ein unmissverständliches Signal: Zusammenhalt, Stärke und die Verteidigung des Völkerrechts sind unser Auftrag“.
red, ORF.at/Agenturen

