Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) stellte zuletzt in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung Anfang Mai in den Raum, bei Firmen mit Staatsbeteiligung die Gewinne von Energieunternehmen, die überproportional von der Krise profitieren, abzuschöpfen. Wie das genau funktionieren könnte, prüft das Finanzministerium. Dabei sind die Pläne nur Teil einer größeren Debatte rund um die Preisgestaltung auf dem Energiemarkt. Seine Worte verfehlten ihre Wirkung nicht.

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Das bekamen am Donnerstag die heimischen Energieunternehmen EVN und Verbund zu spüren. Ihre Aktienkurse gaben innerhalb eines Tages merklich nach. Insgesamt verloren die beiden Unternehmen, die sich zu je 80 Prozent in öffentlicher Hand befinden, mehr als 5,4 Milliarden Euro an Marktwert. Die Aussagen von Bundeskanzler Karl Nehammer, darüber nachzudenken, Sondergewinne der Energieversorger abzuschöpfen, blieb an der Börse nicht ohne Folgen. Der Kursabsturz am 5. Mai bei den beiden börsennotierten Stromversorgern Verbund und EVN vernichtete binnen eines Tages mehr als 5,4 Mrd. Euro an Marktwert. Da Verbund und EVN zu rund 80 Prozent in öffentlichem Eigentum stehen, reduzierte sich der Wert der von der öffentlichen Hand gehaltene Anteil beim Verbund um 4,1 Mrd. Euro und bei der EVN um 260 Mio. Euro.

Florian Beckermann, Vorstand des Interessenverbands für Anleger (IVA), sagte am Freitag zur APA, es handle sich vorerst nur um Überlegungen. Als „gelernter Österreicher“ warte er vorerst mal ab, ob das tatsächlich kommt und ob das rechtlich überhaupt möglich wäre.

Quellen:

https://orf.at/stories/3264074/
https://kurier.at/wirtschaft/verbund-und-evn-verloren-nach-nehammer-aussage-54-mrd-euro-an-wert/401998803

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