Österreich richtete im Februar seinen Blick auf die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo in Italien: Das hochmotivierte rot-weiß-rote Olympia-Team konnte stark aufzeigen. Von 06. bis 22. Februar spielten mehr als 2.000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt um Gold, Silber und Bronze bei den XXV. Olympischen Winterspielen der Geschichte. Die Bilanz lässt sich sehen: Österreichs 115-köpfiges Team bringt 18 Medaillen nach Hause – davon fünf Gold-, acht Silber- und fünf Bronzemedaillen.

Bundespräsident Alexander Van Der Bellen mit dem Olympia-Team | © Karlovits/HBF

Im Vorfeld der Spiele Anfang Februar wurde das österreichische olympische Team offiziell von Bundespräsident Alexander Van Der Bellen in der Hofburg verabschiedet. Im Mittelpunkt stand dabei für das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) die besondere Größe und Vielfalt der heurigen Olympia-Delegation. Besonders hervorgehoben wurde die enge Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen wie zum Beispiel der Polizei und dem Bundesheer, die bereits seit mehreren Jahren einen wesentlichen Beitrag zur sportlichen Entwicklung in Österreich leisten. Insgesamt waren es 48 Athletinnen und Athleten aus dem Heeressport sowie 22 aus dem Polizeisport die an den diesjährigen Winterspielen für Österreich teilnahmen. Diese gezielte Förderung ermöglicht es vielen Sportlerinnen und Sportlern, Training und internationale Wettkämpfe auf höchstem Niveau mit beruflicher Absicherung zu verbinden.

Während die Stadt Mailand als urbane Metropole dazu diente zentrale Veranstaltungen der Spiele zu beherbergen, stand Cortina als traditionsreicher Wintersportort für die Breite der alpinen und nordischen Wettkämpfe zur Verfügung. Österreichs Athletinnen und Athleten mischten in zahlreichen Bewerben im Spitzenfeld mit und sorgten immer wieder für Medaillenentscheidungen mit rot-weiß-roter Beteiligung. Mehrfach fiel die Entscheidung um Gold, Silber oder Bronze erst in den letzten Läufen oder Durchgängen.

18 Medaillen für Österreich

Am Ende stehen für Österreich äußerst erfreulich insgesamt 18 Medaillen zu Buche – damit stellte man in Norditalien sogar der Ausbeute der Winterspiele in Peking vor vier Jahren nach. Sieben Gold-, sieben Silber- und vier Bronzemedaillen gab es in China – dieses Mal bei fünf Goldenen weiters acht Silber- und fünf Bronzemedaillen. Nach Abschluss aller Bewerbe bedeutet dies für Österreich Platz neun im Medaillenspiegel. „Ich bin wirklich sehr zufrieden. Einerseits mit der Medaillenausbeute, andererseits ist mit Blick auf die zahlreichen Spitzenplätze die enorme Breite des Teams hervorzuheben“, betonte ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer. Erfolgreicher war Österreich bei Olympischen Winterspielen lediglich in Turin 2006 (23 – 9/7/7), Peking 2022 (18 – 7/7/4) und Albertville 1992 (21 – 6/7/8).

Mit vier Medaillen, zwei davon in Gold, avancierte Snowboard zu Österreichs erfolgreichster Sparte in Norditalien. Benjamin Karl krönte sich wie schon in Peking zum Olympiasieger im Parallel-Riesentorlauf und schrieb dabei Geschichte: Mit 40 Jahren und 115 Tagen kürte er sich zum ältesten Einzel-Olympiasieger bei Olympischen Winterspielen. Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle sorgte ebenfalls für seinen zweiten, unvergesslichen Goldmoment unter den fünf Ringen und durfte das Podium mit Jakob Dusek (Bronze) teilen. Ebenso viermal Edelmetall gab es im Ski Alpin und im Rodeln zu bejubeln. Bei den Alpinen sorgte die Teamkombination für Glanzpunkte: Sensationsgold für Ariane Rädler/Katharina Huber und Silber für Vincent Kriechmayr/Manuel Feller machten das neue Format zu einer rot-weiß-roten Erfolgsgeschichte.

Fabio Gstrein holte im Slalom überraschend Silber, während Cornelia Hütter mit Super-G-Bronze einen emotionalen Olympia-Abschied feierte. Im Eiskanal überzeugte der Rodelverband rund um Routinier Wolfgang Kindl mit vier Medaillen und großer Konstanz. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Janine Flock, die mit dem ersten österreichischen Skeleton-Olympiasieg ihre Karriere krönte. Einen goldenen Moment erlebten auch die Skispringer Jan Hörl und Stephan Embacher im Super-Teambewerb der letzten Chance, nachdem man zuvor bei Damen und Herren ohne Edelmetall geblieben war. Kombinierer Johannes Lamparter ragte als einziger Triple-Medaillengewinner des Olympic Team Austria heraus. Der Tiroler reiste mit zwei Mal Silber und einmal Bronze nach Hause. Versöhnliche Olympia-Kapitel schrieben zudem Snowboarderin Sabine Payer mit Silber bei ihrem verspäteten Debüt sowie Matej Svancer, der sich mit einer historischen Big-Air-Bronzemedaille im Freeski seinen Medaillentraum erfüllte.

Franz Klammer: 50-Jahre-Jubiläum seines Olympiasiegs

Franz Klammer mit Lorbeerkranz bei Feierlichkeiten zu seinem Olympia-Jubiläum in Bad Kleinkirchheim | © Marlies Glatz/MBN Tourismus

Parallel zu den aktuellen Erfolgen wurde im Olympia-Kontext auch ein bedeutendes Jubiläum gewürdigt: Franz Klammers legendärer Olympiasieg jährte sich heuer zum 50. Mal. Sein Triumph bei den Olympischen Winterspielen 1976 gilt bis heute als einer der emotionalsten Momente der österreichischen Sportgeschichte. Die riskante Fahrt in der Abfahrt von Innsbruck ist untrennbar mit dem Namen Klammer verbunden und krönt ihn bis heute zum „Skikaiser“. Es war der vorläufige Höhepunkt einer einzigartigen Karriere, die mit Einsätzen in der Saison 1971/72 in Gröden (Riesenslalom) startete, am 3. Februar 1973 erreichter er bei der Abfahrt in St. Anton sein erstes Podium und sein erster Weltcupabfahrtssieg folgte am 22. Dezember 1973 in Schladming. In Innsbruck fanden sich Sportlegenden aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz zusammen, um gemeinsam mit Franz Klammer sein Olympiajubiläum zu feiern.

Gemeinsam mit seinem heutigen Freund und damaligen Gegner Bernhard Russi feierte Franz Klammer im Rahmen eines Galaabends im Ägidihof in Innsbruck Igls mit vielen Freunden und Wegbegleitern das 50-Jahr-Jubiläum. Gewinner von 65 Weltmeisterschafts- (26 Gold) und 29 Olympiamedaillen, 15 Olympiagoldmedaillen-gewinner:innen sowie 283 Siege von Weltcuprennen waren anwesend. Im Rahmen des Galadinners kamen insgesamt Ꞓ 183.000,00 an Spenden für die Franz Klammer Foundation zusammen.

Franz Klammer sagte dazu: „Innsbruck, der Patscherkofel waren Wegweiser für meine Karriere, für mein Leben. Ich bin unendlich dankbar wieder hier zu sein – wieder hier mit vielen Freunden, Wegbegleitern, Kollegen und meiner Familie zu feiern. Uns allen geht es gut – sehr gut sogar. Es freut mich daher sehr, von meinem Glück etwas zurück zu geben an die Sportler:innen, die es nicht so gut haben oder die gerade eine schwere Herausforderung zu bewältigen haben.“

Quellen: Olympia: ÖOC-Team vereidigt und verabschiedet – sport.ORF.at | Milano Cortina 2026 – sport.ORF.at | Präsidentschaftskanzlei | Franz Klammer: Kärnten gratuliert zu 50 Jahren Olympia-Gold | Skikaiser Franz Klammer feiert mit Sportlegenden 50 Jahre Olympiasieg´76 | 22 Polizeisportlerinnen und -sportler bei Olympischen Winterspielen | Bundesheer: 48 Athleten dominieren Olympia-Team für Mailand und Cortina | Milano Cortina 2026 | Österreichisches Olympisches Comité | Bilanz: Team Austria ließ die Muskeln spielen – Milano Cortina 2026 – sport.ORF.at | Bilanz für die Geschichtsbücher | Österreichisches Olympisches Comité | Ehrung: Lauter Empfang der Olympiahelden – Milano Cortina 2026 – sport.ORF.at

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