Für die Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen vom Sonntag sind mit Dienstagabend nun auch alle Briefwahlstimmen ausgezählt. Es kam noch zu einigen kleineren Veränderungen.

Die SPÖ kommt nach der Auswertung von 321.056 Wahlkarten bei den Gemeinderatswahlen im endgültigen Ergebnis auf 41,62 Prozent, die ÖVP auf 20,43 Prozent, die Grünen auf 14,80 Prozent, die Neos auf 7,47 Prozent und die FPÖ auf 7,11 Prozent.

Weiters sieht das Endergebnis inklusive Wahlkarten so aus: HC 3,27 Prozent, Links 2,06 Prozent, Bier 1,80, SOEZ 1,20, Wiff 0,17, Pro 0,05 und Volt 0,01. Die Wahlbeteiligung lag bei den Gemeinderatswahlen bei 65,27 Prozent.

Die Wahlbehörde hat auch die erreichten Mandate bekannt gegeben. Die SPÖ ist im neuen Gemeinderat mit 46 Mandaten vertreten, die ÖVP mit 22, die Grünen mit 16, NEOS und FPÖ mit jeweils acht.

Wahlkarten für Bezirksvertretungswahlen ausgezählt

334.608 gültige (bei 339.445 abgegebenen) Wahlkarten brachten bei den Bezirksvertretungswahlen für die SPÖ eine leichte Verschlechterung der Ergebnisse, ÖVP, Grüne und NEOS konnten dank der Wahlkarten gegenüber dem Urnenergebnis etwas zulegen. Die FPÖ und das Team Strache verloren gegenüber dem Ergebnis weiter an Boden.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ)
©PID/Bohmann

Insgesamt konnte die SPÖ gegenüber den Bezirksvertretungswahlen 2015 etwas zulegen und kam Wien-weit auf 37,6 Prozent der Stimmen.

Die FPÖ stürzte um mehr als 20 Prozentpunkte ab und landete bei 7,8 Prozent, die ÖVP legte auf in Summe 20,1 Prozent zu und auch die Grünen verbesserten sich insgesamt – und zwar auf 18,5 Prozent. Das Team Strache kam in den Bezirken auf 2,82 Prozent der Stimmen – und machte Wien-weit damit nur wenig mehr als LINKS, die auf 2,54 Prozent kamen. Die beiden weiteren Kleinparteien BIER und die Migrantenliste SÖZ kamen auf 1,8 bzw. 1,2 Prozent. Daneben stand noch eine Reihe anderer Listen zur Wahl, oft auch nur in einem Bezirk.

Ein Urnenwahl-Ergebnis wurde durch die Briefwahl-Auszählung wesentlich verändert: In der Josefstadt nahmen die Grünen der ÖVP doch Platz 1 und damit den Posten des Bezirksvorstehers ab. Andere große Veränderungen bewirkten die Briefwahlstimmen nicht – wenngleich die Wahlberechtigten heuer angesichts der Corona-Pandemie in Rekordhöhe die Möglichkeit der Stimmabgabe am Postweg oder vor der Wahl am Bezirksamt genutzt hatten.

Das Ergebnis ließ wegen der hohen Zahl der Wahlkarten lange auf sich warten – und lag nicht wie üblich schon am Montagabend, sondern erst am Dienstagabend vor. Von den insgesamt 786.777 abgegeben Stimmen wurden 43 Prozent via Briefwahl abgegeben. Die Wahlbeteiligung bei den Bezirksvertretungswahlen erreichte damit noch 57,7 Prozent.

Quelle:

https://www.wien.gv.at/verwaltung/ma62/index.html

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