Das 100-jährige Bestehen begeht das Land Burgenland mit mehreren Ausstellungen, die sich mit der Geschichte und Identität auseinandersetzen. Die Sonderausstellung „Von Deutschwestungarn ins Burgenland“ auf Burg Güssing stellt die Jahrzehnte von 1848 bis zur so genannten Landnahme durch die Republik Österreich im Jahr 1921 in den Mittelpunkt.

Vor 100 Jahren war das heutige Burgenland ein Teil Ungarns. Umgangssprachlich wurde die Region Deutschwestungarn bezeichnet und umfasste im Wesentlichen die größtenteils von Deutschen und Kroaten besiedelten Teile der Komitate Wieselburg, Ödenburg und Eisenburg.

1921 Landnahme Burgenland, Paul Hajszayi, Gem. Güssing.jpg

Die Themenpalette der Sonderausstellung reicht von den revolutionären Ereignissen 1848, den österreichisch-ungarischen Ausgleich, von der Arbeiterbewegung mit einhergehender Industrialisierung der Region, bis hin zum Zusammenbruch der Doppelmonarchie. Der instabile Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn wurde nach dem Willen der Siegermächte in Einzelstaaten aufgeteilt. Die Republik Österreich entstand auf Grundlage der Verträge von St. Germain und von Trianon und diese Pariser Vororte-Verträge ermöglichten auch die Angliederung Deutschwestungarns als eigenständiges Bundesland an die junge Republik Österreich.

Die Geschichte dieser Jahre wird mit zahlreichen, noch nie veröffentlichten Fotografien, historischen Filmdokumenten aus österreichischen und ungarischen Archiven, durch authentische Lebensgeschichten sowie zahlreichen privaten Erinnerungsstücke erzählt.

Die Sonderausstellung ist in mehreren Räumen der Burg Güssing ab 29. April bis Oktober 2021 sowie von März bis Oktober 202 zu besichtigen und ist ein gemeinsames Projekt des Landes Burgenland, der Stiftung Burg Güssing und des Savaria-Museums Szombathely.

Näher Infos unter: www.burgenland.at/vondeutschwestungarn

Dauer: 29. April – 30. Oktober 2021 sowie März bis Oktober 2022

Foto: Der Dorftrommler trommelt 1921 das Burgenland aus.

Quelle: Sammlung Paul Hajszányi, Güssing

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