Er soll von Mitte Juni bis Mitte September zweimal wöchentlich über Wien und Graz unterwegs sein.

Wer in Wien um 18.01 Uhr einsteigt, ist um 9.50 Uhr in Split an der kroatischen Küste.

Derzeit sind Corona-bedingt alle Nachtzüge der ÖBB ausgesetzt. Möglicherweise Ende April könnten die Nightjets wieder anfangen zu rollen, es hänge aber von der Entwicklung der Pandemie ab, sagte ein ÖBB-Sprecher. Die ÖBB bauen ihr Nachtzug-Angebot in Kooperation mit der Slowakischen Bahn weiter aus. Von Mitte Juni bis Mitte September soll zweimal wöchentlich auf der Strecke Bratislava – Wien – Graz – Split ein Nightjet unterwegs sein. Wer in Wien um 18.01 Uhr einsteigt, ist um 9.50 Uhr in Split an der kroatischen Küste. Tickets (ab 29,90 Euro im Sitzwagen, ab 69,90 Euro im Schlafwagen) für den Sommer seien ab sofort buchbar, gaben die ÖBB bekannt.

Nachtzugverbindung Prag-Berlin-Brüssel ab 2022 geplant

Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) bekommt Konkurrenz auf der Schiene – ein tschechisches Verkehrsunternehmen plant eine neue Nachtzugverbindung von Prag über Berlin nach Amsterdam und Brüssel.

Die Bahn gehört zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln der heutigen Zeit. Auch deshalb erfreuen sich Züge – und ganz besonders Nachtzüge – in Europa, aber auch auf anderen Kontinenten wieder großer Beliebtheit. Die ÖBB hat dafür bereits in Zusammenarbeit mit der SBB (Schweiz), SNCF (Frankreich) und DB (Deutschland) den Ausbau des Nachtzug-Streckennetzes angekündigt und erhält nun Konkurrenz auf der Schiene. Das tschechische Verkehrsunternehmen Regiojet hat eine neue Verbindung von Prag nach Brüssel über Berlin angekündigt.

Ausgeschlafen in Brüssel ankommen

Abends in den Zug steigen und am nächsten Morgen in einer anderen Stadt aufwachen. Die Nachfrage und Beliebtheit der Nachtzüge sind groß. Vor allem die Bequemlichkeit und Flexibilität überzeugen die Touristen. Dies verlangt den entsprechenden Ausbau des Verkehrsnetzes. Die Österreichische Bundesbahn gilt europaweit als führender Anbieter von Nachtzugverbindungen, ruft mittlerweile aber auch einige Konkurrenten hervor. So plant das tschechische Verkehrsunternehmen Regiojet eine neue Nachtzugverbindung von Prag über Dresden, Berlin sowie Amsterdam nach Brüssel. Beginn der neuen Verbindung soll bereits im kommenden Jahr sein.

ÖBB Nightjet Kabine

Regiojet verfügt dabei jedoch schon über Erfahrung im Nachtzugsegment. Das tschechische Verkehrsunternehmen betreibt bereits Nachtzugverbindungen zwischen Prag und der ostslowakischen Stadt Kosice. In diesem Jahr soll bereits eine zweite Verbindung ins ukrainische Lwiw hinzukommen, ehe die Verbindung nach Brüssel im Jahr 2022 folgt. Um dieses Projekt wiederum umsetzen zu können, geht man eine Kooperation mit dem niederländischen Start-up Sleeper ein. Gemeinsam möchte man die neuen Nachtzüge betreiben, die abends in Prag beziehungsweise Brüssel losfahren und am frühen Vormittag am jeweiligen Zielbahnhof eintreffen sollen. Ziel ist es, neben nachhaltigerem Reisen, vor allem auch Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen anzusprechen. Genauso wie die Nightjets der ÖBB sollen die Züge über Sitz- und Schlafwagen verfügen. Zudem ist kostenloses Internet vorgesehen.

ÖBB Liegewagen Nightjet

Außerdem sollen noch zwei weitere Unternehmen ins Geschäft einsteigen. Laut Nachrichtenagentur Belga planen diese den sogenannten Moonlight Express mit Fahrten von Brüssel über Lüttich nach Berlin. Der Moonlight Express soll nach aktuellem Stand zwei bis dreimal pro Woche zwischen den Städten pendeln, neben Lüttich könnten auch weitere Haltestellen in Deutschland hinzukommen. Weitere Details sind hierzu noch nicht bekannt.

ÖBB plant Ausbau

Auch die ÖBB hat bereits in Zusammenarbeit mit SBB (Schweiz), SNCF (Frankreich) und DB (Deutschland) den Ausbau des Nachtzugnetzes beschlossen und forciert. Ende des kommenden Jahres sollen mit zwei Nachtzug-Verbindungen zwischen Wien, München und Paris sowie Zürich, Köln und Amsterdam bereits weitere Verbindung hinzugefügt werden. Zwei Jahre später, im Dezember 2023, sollen dann weitere Verbindungen von Wien und Berlin nach Brüssel und Paris dazukommen. Von Dezember 2024 an ist eine weitere Strecke von Zürich nach Barcelona geplant; ein Nachtzug zwischen Zürich und Rom war im Vorfeld außerdem bereits für 2022 angekündigt worden.

ÖBB Nachtzugabteil

Die ÖBB fokussiert sich dabei ganz klar auf das Thema Nachhaltigkeit und den Konkurrenzkampf mit den Billigfluggesellschaften. Dafür möchte man bereits in diesem Jahr 20 weitere Züge abrufen. Diese neuen siebenteiligen Nightjets sollen mit neuen Mini-Suiten im Liegewagen und neuen Standard- und Deluxe-Abteilen mit eigener Toilette und Duschmöglichkeiten dazu beitragen, die Vorreiterposition der ÖBB auszubauen. Die Beteiligung Deutschlands durch die Deutsche Bahn fällt bei diesem Projekt in einem sehr kleinen Umfang aus und beschränkt sich auf den Ticketverkauf. Unterstützungen bei Anschaffungsgebühren oder der Übernahme einiger Trassengebühren sind hierbei nicht vorgesehen. Dafür sei jedoch geplant, das internationale Netzwerk der Deutschen Bahn auszubauen. So befinde sich das Unternehmen derzeit in Überlegungen, ab dem Jahr 2024 die bereits bestehende ICE-Sprinterverbindung zwischen Berlin und Frankfurt nach Paris auszubauen.

Fazit zur neuen geplanten Nachtzugverbindung

Das tschechische Verkehrsunternehmen Regiojet plant den Ausbau des Nachtzugnetzes in die westliche Richtung. Im kommenden Jahr möchte man eine Verbindung von Prag über Berlin nach Amsterdam und Brüssel einführen. Die Nachtzüge sollen dabei über Sitz- und Schlafwagen sowie Internet verfügen. Zusätzlich möchten zwei weitere belgische Unternehmen ebenfalls den Start mit Nachtzügen von Belgien nach Deutschland wagen. Weitere Details sind nicht bekannt. So oder so erhält die ÖBB mit diesen Ankündigung eine interessante Konkurrenz auf der Schiene.

Links:

https://kurier.at/freizeit/reise/neuer-nachtzug-nach-split-fuer-sommermonate-geplant/401221617

https://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/nachtzugverbindung-prag-berlin-bruessel-ab-2022-geplant-1030277773

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