Der AÖWB greift die Anregungen von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Staatsbürgerschaft auf: Vergesst die Auslandsösterreicher nicht!

Wien (OTS) – Bundespräsident Dr. Van der Bellen hat mit seiner Anregung zur Diskussion über erleichterte Möglichkeiten zur Einbürgerung das veraltete österreichische Staatsbürgerschaftsrecht wieder ins Gespräch gebracht. Der AUSLANDSÖSTERREICHER-WELTBUND (AÖWB) greift zum wiederholten Mal diese Diskussion auf und weist darauf hin, dass bei dieser Gelegenheit nicht auf die berechtigten Anliegen der österreichischen Staatsbürger, etwa 580.000, die im Ausland leben und arbeiten, vergessen werden soll. Österreich hat weltweit, aber vor allem europaweit, eines der restriktivsten Staatsbürgerschaftsgesetze. Und das in einer globalen Welt. Zugrunde liegt ein völlig veraltetes politisches Verständnis, welche noch wie im 19. Jahrhundert mit einem Untertanendenken einhergeht. In einer globalen Welt ist aber der mündige über die Grenzen des Heimatlandes hinausdenkende Bürger gefragt.

Die Österreicher im Ausland sind oft aus beruflichen oder familiären Gründen gezwungen die Staatsbürgerschaft im Gastland anzunehmen. Dabei verlieren sie aber meist ihre österreichische Staatsbürgerschaft nach den restriktiven Bedingungen des österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetzes, welches eines der restriktivsten in Europa, aber auch in der Welt ist. Eine Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft, die von den jeweiligen Bundesländern genehmigt werden muss, ist oft schwer zu erlangen.

Der AUSLANDSÖSTERREICHER-WELTBUND schlägt vor, dass österreichischen Staatsbürgern, die im Ausland leben und eine fremde Staatsbürgerschaft im jeweiligen Gastland anstreben, eine immerwährende Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft gewährt wird.

Dies unter dem Motto: „Einmal Österreicher immer Österreicher“.

Der Präsident des AUSLANDSÖSTERREICHER-WELTBUND, Dr. Jürgen Em, meint, dass dies für beide Seiten von großem Nutzen wäre, denn die Auslandsösterreicher bleiben im Herzen immer Österreicher und werden sich weiterhin für ihr Heimatland Österreich engagieren, sowohl wirtschaftlich wie gesellschaftlich wie kulturell, auch wenn sie zusätzlich noch eine andere Staatsbürgerschaft annehmen. Es darf in der Diskussion nicht um erleichterte Einbürgerung gegen Ausbürgerung von Auslandsösterreichern gehen, die eine zusätzliche Staatsbürgerschaft anstreben.

Auslandsösterreicher-Weltbundpräsident Jürgen Em ist wie der ehemalige Nationalratspräsident Andreas Khol der Meinung, dass grundsätzlich für die Auslandsösterreicher die Doppelstaatsbürgerschaft erlaubt werden und der Bund eine Ausrichtungs- und Koordinierungsbefugnis über den Vollzug der Bundesländer haben sollte, um eventuelle Missstände erkennen und beheben zu können.

Die Schweiz, ebenfalls ein kleines Land, geht hier einen ganz anderen moderneren Weg, um ihre Auslandsbürger an ihr Heimatland zu binden und deren wirtschaftliche, berufliche und gesellschaftliche Möglichkeiten für die Schweiz zu nutzen. Österreich und manche ihrer Politiker verzichten aus veraltetem Denken auf diese positiven Möglichkeiten zum Schaden Österreichs. Die Ausrede dieser österreichischen Politiker, es stehe nicht im Koalitionsvertrag und könne aus diesem Grunde in dieser Legislaturperiode nicht berücksichtigt werden, kann aus Sicht der Auslandsösterreicher nicht akzeptiert werden, denn wenn es die Umstände erfordern, müssen Politiker flexibel reagieren und sich nicht ausreden, um ein Problem zeitlich zu verschieben.

Die Auslandsösterreicher bitten den österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, Sie bei Ihren Anliegen der Doppelstaatsbürgerschaft bei Annahme einer zusätzlichen fremden Staatsbürgerschaft im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen.

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