Präsident

Dr. Jürgen Em

Liebe Österreicherinnen und Österreicher im Ausland!

Ein durchwachsendes Jahr mit Höhen und Tiefen, mit Hoffnungen
und Enttäuschungen liegt hinter uns. Im Weihnachtsbrief des vergangenen Jahres hoffte ich noch, dass die von der Wissenschaft
unter den Weihnachtsbaum gelegte Impfung Licht in unser von der COVID-19 Pandemie verursachten Dunkelheit bringen würde und wieder ein normales gesellschaftlich, wirtschaftlich, kulturelles Leben wie früher ermöglicht. Die Impfung hat uns viel gebracht, aber doch nicht die völlig erhoffte Freiheit, aber sie ist eine Chance, wenn sie angenommen wird. Leider gibt es aber immer noch Mitmenschen, die sich weigern sich impfen zu lassen, zum Teil mit einem, meiner Meinung nach, völlig falschen Freiheitsbegriff. Freiheit in einer Gesellschaft hat aber immer auch mit sozialer Verantwortung gegenüber den Mitmenschen zu tun. Persönliche individuelle Freiheit kann man nur in Anspruch nehmen, wenn dabei die Freiheit der Mitmenschen nicht beeinträchtigt und beschränkt wird.

Ich habe die persönliche Freiheit mit 200 Stundenkilometer mit dem Motorrad an einen Baum zu fahren, wenn ich aber auf dem Weg dorthin andere Menschen gefährde, habe ich diese Freiheit nicht.

Verweigerung von Impfung bedeutet nicht nur persönliche Gefährdung, das kann jeder halten, wie er will, aber es bedeutet auch, Mitmenschen zu gefährden. Es bedeutet persönliche Gefährdung und Risiko, aber auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Einschränkungen. Wir mussten unsere persönlichen Begegnungen reduzieren, haben Lockdowns mit schweren wirtschaftlichen Schäden. Kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Veranstaltungen können nur teilweise oder eingeschränkt durchgeführt werden, solche von Österreichern-Vereinen, aber auch vom AUSLANDSÖSTERREICHER-WELTBUND. Wir konnten das Auslandsösterreicher – Treffen ebenfalls wieder nicht durchführen.

Doch bei der Überwindung der Pandemie können wir uns selbst und die Mitmenschen schützen, indem wir für uns und andere Verantwortung übernehmen. Sie veranlassen, die Hygiene-vorschriften zu beachten, Masken zu tragen, notwendige Regeln zu berücksichtigen und auf andere Rücksicht zu nehmen.

Die persönliche Begegnung der Auslandsösterreicher untereinander fehlt uns sehr. Vielleicht ist es aber neben allen Schwierigkeiten eine Chance des Aufbaus der Digitalisierung und von Netzwerken, beginnend im kleinen Kreis und weiter mit anderen Österreichern und Österreicher-Vereinen in der Region und der Welt. Begegnung und Kommunikation ist wichtig für ein gesellschaftliches Leben miteinander. Nutzen wir die Zeit, auch unter unserem Motto: “ Weltweit Freunde!“

Ich wünsche uns allen ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest im Kreis der Familie und der Lieben. Es wird für viele wieder anders als gewohnt sein. Feiern wir es verantwortungsvoll, dass wir hoffentlich im nächsten Jahr alle wieder gemeinsam feiern können und keiner verloren geht. Kümmern wir uns auch um die Einsamen. Ein weihnachtlicher Anruf ist vielleicht geschenkte Freude.

Ich wünsche auch ein glückliches, vor allem gesundes neues Jahr, in dem wir hoffentlich wieder wie gewohnt, gesund zusammenkommen. Vielleicht beim Auslandsösterreicher-Treffen vom 1. bis 4. September 2022 in Wien.

Wir dürfen nicht, auch wenn es nervt, die Geduld verlieren und alle gemeinsam jeder an seinem Platz dazu beitragen, dass wir hoffentlich bald wieder ein halbwegs normales Leben miteinander verbringen können.

Herzliche Grüße

Ihr

Dr. Jürgen Em

Präsident des Auslandsösterreicher-Weltbundes

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