Gedanken dazu vom Präsidenten des AUSLANDSÖSTERREICHER-WELTBUNDES Dr. Jürgen Em und am Ende des Beitrages der Link zum Text „Sorgenkind Österreich“ von Mag. Markus St. Bugnyár

Lange haben wir Österreicher geglaubt, nicht im Fokus des internationalen islamistischen Terrorismus zu stehen. Das ist nun seit dem feigen Angriff auf unschuldige Menschen in Wiens Altstadt mit vier Toten und 23 Verletzten vorbei.

Diese brutale Tat eines Einzelnen hat Wien, ganz Österreich, die ganze freie Welt in Angst und Schrecken versetzt und Österreich eingereiht in die Länder, die bereits vorher diese schmerzliche Erfahrung machen mussten, allen voran Frankreich mit vielen Toten in den letzten Jahren. Angst und Schrecken unter der Bevölkerung zu verbreiten und Hass zu schüren ist das Ziel der Terrorgruppen, weil sie davon überzeugt sind, dann mehr Anhänger rekrutieren und die Länder mit freien Gesellschaften destabilisieren und spalten zu können. Das dürfen wir nicht zulassen. Es sind feige Taten von meist irregeleiteten religiösen Fanatikern, die vorgeben, im Namen ihres Glaubens zu handeln. Ein hasserfüllter Angriff auf unsere Demokratie, Grundwerte und Lebensart.

Terroranschlag in der Wiener Innenstadt am 02.11.2020 Passanten gedenken der Opfer des Anschlages | ©APA

Aufgabe der Politik muss sein, zu ergründen, warum gerade junge Migranten, die als Schutzsuchende gekommen oder hier geboren sind, so anfällig für die menschenverachtende Propaganda des IS sind. Es ist nicht die Mehrheit, es sind einzelne radikalisierte Gruppen. Diese zu erfassen und auszuschalten ist eine zwingende Aufgabe der Sicherheitsdienste. Das geht nur, wenn auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene eng zusammengearbeitet wird. Wenig hilfreich ist, mit gegenseitigen Rücktrittsforderungen und Schuldzuweisungen die notwendige Aufarbeitung von gemachten Fehlern der Vergangenheit aus politischem Kalkül zu erschweren. Gefragt ist gemeinsames, in die Zukunft gerichtetes Handeln. Nun zu versuchen parteipolitische Vorteile zu ziehen, indem Vorwürfe bei der Bewältigung dieses Anschlags geäußert werden, bringt uns nicht weiter.

GEMEINSAMES HANDELN GEFRAGT – KEIN POLITISCHES HICK-HACK

Lassen wir uns durch solche grausamen feigen Taten auch nicht dazu verleiten, Andersgläubige in Sippenhaft zu nehmen. Beherzigen wir den Rat unseres Bundespräsidenten, lassen wir keinen Hass einziehen in unsere Herzen, seien wir tolerant und mitmenschlich. Denken wir immer daran, dass die allermeisten unserer andersgläubigen Mitbürger friedlich ihre Religion ausüben und gerne in unserem Land leben. Nehmen Sie das Beispiel der beiden jungen Muslime türkischer Abstammung, die mitten im Terrorschrecken unter Lebensgefahr Menschenleben gerettet haben. Dafür müssen wir ihnen nicht nur Respekt und Anerkennung zollen, sondern auch Dankbarkeit dafür, dass sie uns zeigen, dass friedliches Miteinander und Zusammenhalt in der Not funktionieren können. Dank aber auch für das rasche und mutige Eingreifen der Polizei und der Helfer des Roten Kreuzes.

MITGEFÜHL MIT OPFERN UND ANGEHÖRIGEN

„Auslandsösterreich“ und die darin weltweit lebenden etwa 570.000 Österreicher stehen in dieser doppelt schweren Zeit der Corona-Pandemie und des feigen Terroraktes in Wien solidarisch zu ihrem Heimatland Österreich. Wir sind menschlich tief getroffen von dem brutalen Anschlag und fühlen mit den Angehörigen und Freunden der unschuldigen Opfer.

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